Kreishandwerkerschaft Tuttlingen

Moltkestr. 7
78532 Tuttlingen

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Fax: 07461 / 12302

Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag
von 8.00 - 16.00 Uhr
Freitag von 8.00 - 12.00 Uhr

Seminar zum Thema "Prüfstützpunkt"

Aufgrund der aktuellen europäischen Vorschriften und internationalen Normen zur Qualitätssicherung bei der technischen Fahrzeugüberwachung müssen kurzfristig unter anderem alle Messeinrichtungen und -geräte, die in Untersuchungsstellen (unter anderem Prüfstützpunkte) oder von anerkannten Werkstätten für die Durchführung der amtlichen Untersuchungen und Prüfungen verwendet werden, in einer zentralen Datenbank erfasst werden. Für anerkannte AU-, AUK-, SP- und GAS-Werkstätten wird diese Verpflichtung in der neuen Fahrzeug-Untersuchungs-Verordnung (FUV) vorgeschrieben werden. In der FUV werden alle bisher in der StVZO verankerten Vorschriften zur technischen Fahrzeugüberwachung zusammengefasst und an die aktuellen europäischen Vorschriften angepasst. Die FUV wird voraussichtlich im September dieses Jahres veröffentlicht und tritt voraussichtlich Mitte 2018 in Kraft. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung hat nun die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Tuttlingen-Rottweil seine Mitglieder nochmals auf die bevorstehenden Änderungen hingewiesen. Obermeister Bernd Klaiber, Balgheim, konnte diesbezüglich vom Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, Bernd Schalud, zuständiger Referent Technik/Betriebswirtschaft, im Hotel „Sternen“ in Geisingen (Kirchen-Hausen), begrüßen und willkommenheißen. Sein Gruß galt aber auch den sehr zahlreich erschienenen Innungsmitgliedern, die die Neuerungen der technischen Fahrzeugüberwachung umsetzen müssen. Sehr praxisnah berichtete Referent Bernd Schalud über die wesentlichen Änderungen, wobei der Schwerpunkt seiner Ausführungen den Prüfmitteln wie Bremsenprüfstand und Scheinwerfereinstellprüfsysteme, die ab Januar 2018 kalibriert sein müssen, galt. Neben der eigentlichen Scheinwerferüberprüfung und -einstellung wurden auch Prüfplätze und die dazu gehörenden Toleranzen neu definiert. Ebenso wurde das Führen der PSP-Datenbank erklärt. In der nachfolgenden Diskussionsrunde wurden die anstehenden Fragen seitens der Innungsmitglieder ausgiebig erörtert und beantwortet.
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Blick in die Teilnehmerrunde
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Referent Bernd Schalud bei seinem engagierten Vortrag

Ausbildungsbörse

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Seminar Schaden- und Autokaufrecht

Mit dem Schaden- und Autokaufrecht befassten sich im Rahmen eines Halbtagseminares die Mitgliedsbetriebe der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Tuttlingen-Rottweil in den Räumen der Bildungsakademie in Rottweil. Mit Referent Rechtsanwalt Joachim Otting, Hünxe, konnte Obermeister Bernd Klaiber, Balgheim, einen ausgewiesenen Experten begrüßen und willkommenheißen. Als Buchautor, Trainer bei mehreren Herstellern und Händlerverbänden sowie Lehrbeauftragter für Recht an der Hochschule Nürtingen-Geislingen verfügt er über ein exzellentes Wissen in den genannten Rechtsbereichen. Jedes Jahr findet ein Seminar mit dem Referenten zu aktuellen Themenbereichen aus dem Schadenersatz-, Kasko- und Autokaufrecht statt. Unberechtigte Rechnungskürzungen durch die Versicherer sind ein Ärgernis für viele Innungsbetriebe. Wie man sich gegen eine derartige Praxis wehren kann, erläuterte Otting - für den juristischen Laien verständlich und praxisnah aufbereitet anhand aktueller Gerichtsentscheidungen belegt – ausführlich. Unberechtigte Kürzungen, unter anderem bei Verbringungskosten, Beilackierung, Reinigungskosten, Probefahrtkosten, Reparaturlaschen Schweinwerfer, Abschleppkosten oder Standkosten wurden eingehend erläutert. Um sich bei Haftpflichtschäden gegen Kürzungen zu wehren, sollte der Geschädigte im Bedarfsfall die Unterstützung eines Sachverständigen und den Rat eines Rechtsanwalts einholen. Der Geschädigte darf sich auf das Urteil des Gutachters verlassen. Im zweiten Seminarteil befassten sich die Teilnehmer mit dem Autokaufrecht, wobei speziell die Gesetzesänderungen rund um den finanzierten Kauf besprochen und anhand von Fallbeispielen praxisnah ausgearbeitet wurden.
Obermeister Bernd Klaiber dankte dem Referenten abschließend mit dem Innungsgeschenk und erwähnte, dass sich die nächste Veranstaltung mit Rechtsanwalt Otting bereits in Planung befindet und mit dem Kaskorecht befassen wird.

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Obermeister Bernd Klaiber (links) bedankt sich bei Rechtsanwalt Joachim Otting (rechts) für dessen ausgezeichnete und praxisnahe Ausführungen

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Jahreshauptversammlung

Neben den zahlreich erschienenen Innungsmitgliedern konnte Obermeister Bernd Klaiber, Balgheim, im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Tuttlingen-Rottweil in der Beruflichen Bildungsstätte Tuttlingen weitere Gäste begrüßen. Unter ihnen den Gastgeber, Geschäftsführer Dipl.-Betriebswirt Harald Hauptmann, Vertreter der Prüforganisationen TÜV und DEKRA, Vertreter der Beruflichen Schulen, der Innungskrankenkasse IKK classic und die Referentin des Abends, Dipl. Volkswirtin Katja Rhotert, Betriebsberatungsdienst (BBD), Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg. Zunächst erhielten alle Anwesenden eine interessante Führung durch die Räumlichkeiten der Beruflichen Bildungsstätte Tuttlingen, das unter anderem als Kfz-Fortbildung Kompetenzzentrum Fahrzeugtechnik gelistet ist. Dem nachfolgenden Jahresbericht des Obermeisters war zu entnehmen, dass das zurückliegende Geschäftsjahr zufriedenstellend verlaufen ist und ein Umsatzzuwachs stattfinden konnte. Der Kunde schätzt durchaus die hohe Sicherheit, die ihm in den Kfz-Meisterbetrieben geboten wird, denn gerade die hochwertigen und jungen Gebrauchtwagen werden über die Kfz-Meisterbetriebe verkauft. Das Autojahr 2017 bewertet der Obermeister vor der anhaltenden Dieseldiskussion eher zurückhaltend. Positiv sieht Obermeister Bernd Klaiber die Wiedereinführung der Abgasmessung am Endrohr in Kombination mit der elektronischen OBD-Prüfung bei der Abgasuntersuchung ab 1. Juli diesen Jahres. Das Kraftfahrzeuggewerbe trägt somit entscheidend dazu bei, dass gesetzliche Grenzwerte flächendeckend eingehalten werden, so der Obermeister. Im zweiten Teil seiner Ausführungen ging er auf die vielfältigen Dienstleistungen der Innung ein. Monatlicher Rundschreibendienst, aktive Nachwuchswerbung durch Teilnahme an der Ausbildungsbörse in Tuttlingen, Fachkundeseminare z.B. mit Rechtsanwalt Otting zu verschiedenen Rechtsthemen oder das Thema „Ladungssicherung“ und die Fahrt zur „automechanika“ nach Frankfurt, waren nur ein kleiner Auszug der angebotenen Maßnahmen. Auch für das laufende Jahr sind zahlreiche Aktivitäten, u.a. Rechtsseminar, Teilnahme Ausbildungsbörse, Seminar zur technischen Fahrzeugüberwachung oder die Gemeinschaftsfahrt zur Internationalen Automobilausstellung nach Frankfurt, geplant. Geschäftsführer Kurt Scherfer sprach bei seinem nachfolgenden Finanzbericht von sehr geordneten Verhältnissen, die sich jeweils in der Jahresrechnung und dem Haushaltsplan widerspiegeln, so dass nach Vortrag des Kassenprüfungsberichtes beide Finanzpläne einstimmig entlastet bzw. verabschiedet wurden. Im nachfolgenden Hauptreferat ging Dipl. Volkswirtin Katja Rhotert vom zuständigen Betriebsberatungsdienst (BBD) beim Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg auf das Thema: „Ich brauch` doch keinen Berater – oder doch? ein. Sehr gute Antworten konnte Sie auf die Fragen: Mit welchen Argumenten kann ich die Bank von meinem Zukunftsprojekt überzeugen? Wie kann ich die Betriebsübergabe optimal gestalten? Wie kann ich die aktuelle Krise überwinden? geben. Obermeister Bernd Klaiber dankte der Referentin für die sehr interessanten Ausführungen mit dem Innungsgeschenk und wies abschließend auf die nächste Innungsveranstaltung hin, die am 10. Mai in der Bildungsakademie in Rottweil mit dem Schadensrechtseminar seine Fortsetzung findet.
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Führung durch die Kfz-Werkstätten der BBT

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Obermeister Bernd Klaiber bei seinem Jahresbericht

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Referentin Dipl.-Volkswirtin Katja Rhotert, Betriebsberatungsdienst bei ihrem interessanten Vortrag

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Obermeister Bernd Klaiber dankt der Referentin mit dem Innungsgeschenk

Gesellenversammlung

Neuwahlen standen in diesem Jahr auf der Tagesordnung der Gesellenversammlung der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Tuttlingen-Rottweil, welche in den Räumen der Bildungsakademie in Rottweil stattfand. Der stellvertretende Vorsitzende Thomas Nestel begrüßte neben seinen Kollegen aus den Innungsbetrieben der Landkreise Rottweil und Tuttlingen auch Innungsgeschäftsführer Kurt Scherfer, welcher die Aufgaben des Gesellenausschusses sowie des Gesellenprüfungsausschusses sehr praxisnah erläuterte. Nach einem kurzen Rückblick auf die Gesellenarbeit in der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Tuttlingen-Rottweil durch den stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Nestel stiegen die Teilnehmer in die Neuwahlen ein, bei der ein Führungswechsel anstand. Der bisherige Vorsitzende Markus Württemberger, Rottweil, stand nicht mehr zur Verfügung. Zum neuen Vorsitzenden wurde sein bisheriger Stellvertreter, Kfz-Servicetechniker Thomas Nestel aus Neuhausen (beschäftigt bei Autohaus Truckenbrod in Liptingen) gewählt. Ebenfalls neu im Amt ist sein Stellvertreter Kraftfahrzeugtechnikermeister Rico Rupprecht, Zimmern, (beschäftigt bei Firma Fischinger Fahrzeugservice in Böhringen). In seinem Amt bestätigt wurde Kraftfahrzeugtechnikermeister Marco Bucher, Spaichingen, (beschäftigt bei Autohaus Franz Bader e.K. in Rottweil). Als Ersatzmänner im Ausschuss fungieren: Kraftfahrzeugtechnikermeister Elias Unterweger, Aixheim, (beschäftigt bei Autohaus Franz Bader e.K. in Rottweil), Kraftfahrzeugmechanikermeister Alfons Müller, Fischbach, (beschäftigt bei Autowelt Schuler in Zimmern-Horgen) und Kraftfahrzeugtechnikermeister Manfred Schneider, Furtwangen, (beschäftigt bei Autohaus Hils in Schramberg). Alle genannten Personen arbeiten auch im Gesellenprüfungsausschuss mit, welcher im Anschluss gewählt wurde. Geschäftsführer Kurt Scherfer bedankte sich sehr herzlich bei allen Gesellenvertretern für ihre zuverlässige Mitarbeit im Prüfungswesen. Im Anschluss an die Gesellenversammlung trafen sich die Teilnehmer auf Einladung der Innung zu einem spannenden Kart-Rennen auf der IndyKart Rennstrecke im Neckartal in Rottweil, bei dem die Teilnehmer sehr viel Spaß hatten, zumal ja alle mit „Benzin im Blut“ ausgestattet sind.

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Der neu gewählte Gesellenausschuss der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Tuttlingen-Rottweil von links nach rechts: Manfred Schneider, Thomas Nestel, Alfons Müller, Rico Rupprecht und Elias Unterweger. Auf dem Bild fehlt Marco Bucher.

Seminar "Autokaufrecht"

Zu einer Seminarveranstaltung mit dem Thema „Autokaufrecht“ hatte die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Tuttlingen-Rottweil in die Bildungsakademie der Handwerkskammer Konstanz in Rottweil eingeladen. Kein Geringerer als einer der profiliertesten Experten für Autokaufrecht in Deutschland, Rechtsanwalt Joachim Otting aus Hünxe, konnte für dieses Halbtagsseminar gewonnen werden. Obermeister Bernd Klaiber, Balgheim, erwähnte, dass nach dem Seminar im letzten Jahr zum Thema „Schadensrecht“ nunmehr das Thema „Autokaufrecht“ auf der Agenda der Innung steht. Gerne ist man dem Wunsch der Innungsmitglieder nachgekommen, diesen Bereich anzugehen. Unter der großen Überschrift: „Gebrauchtwagen: Der Mangelbegriff. Unter anderem: Abgrenzung Verschleiß zum Mangel / Unfallschaden und manches mehr, bzw. Wer hat beim Mangel welche Rechte? ging der versierte Referent auf ein sehr spannendes Thema ein. Die Frage: Was ist im Kaufrecht nur ein Defekt und was ist ein Mangel? wurde anhand des § 434 Abs. 1 BGB, der Zentralnorm des Gesetzes zum Sachmangel, besprochen. Viele Beispiele aus der Rechtsprechung in der Abgrenzung des Verschleißes zum Mangel wurden anhand von Praxisbeispielen erörtert und diskutiert. So kann beispielsweise die „Altersschwäche“ eines Kraftfahrzeugs niemals ein Mangel sein. Weiterhin wurden die „konstruktiven Schwächen“ an vergleichbaren Fahrzeugen ebenso erläutert, wie die Begriffe „unfallfrei“ oder die „Bagatellschäden“, die nach Definition des BGH bei einem Pkw nur ganz geringfügige Lackschäden, nicht dagegen Blechschaden (Blech verformt), sind. Außerdem wurde über den Bundesgerichtshof ebenfalls festgestellt, dass es sich bei einer Nachlackierung nicht um einen Mangel handelt. In der abschließenden Diskussionsrunde wurden zahlreiche Fälle diskutiert und besprochen.
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Obermeister Bernd Klaiber (rechts) bedankt sich bei Referent Rechtsanwalt Joachim Otting (links) für dessen ausgezeichnetes Halbtagsseminar mit einem Geschenk.